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DIFFDakademie:
Informationen für Zahnärzte und Zahntechniker

Zahnarzt und Zahntechniker müssen auf ihrem ureigensten Gebiet, den Zähnen, der Okklusion und Artikulation optimal ausgebildet werden.

Funktionsdiagnostik oder „CMD“ (Cranio- mandibuläre Dysfunktion) wird an keiner deutschen Hochschule genuin gelehrt.
Empfehlungen oder Leitlinien zur systematischen Vorgehensweise in Diagnostik und Therapie bei entsprechenden Patienten sind für den Praktiker nicht erkennbar bzw. existieren nicht.
Funktionslehre wird bestenfalls nur mitgelehrt und bleibt gerade an Hochschulen ein Buch mit sieben Siegeln.
Einerseits wird Funktion nicht gelehrt und nicht beachtet, andererseits wird dann immer ein Funktionsdiagnostiker gefordert, wenn ein Patientenkollaps zu drohen scheint. Dann gibt es Konzepte so viel wie Gutachter, einer weiß es besser als der andere, kurzum eine Spielwiese für Zahnmediziner, Versicherungen und Juristen, wie man es sich besser nicht wünschen kann.
Das Defizit der allgemeinen und speziellen Ausbildung in der Funktionslehre wird auf den Praktiker übertragen mit allen Risiken.
Funktionsstörungen, die zahnärztlich über die Okklusion entstanden und auch wieder über die Okklusion reduzierbar sind, nehmen zu.
Restaurative Zahnheilkunde heute schafft wesentlich mehr okklusale Disharmonien, als diese zu lindern.
Für den funktionsdiagnostisch und –therapeutisch tätigen Zahnarzt ist in der wissenschaftlichen Aufarbeitung allerdings eher eine Distanzierung von der Okklusion als ätiologischer Faktor von funktionellen Störungen zu erkennen.
Aus der Sicht der täglichen Praxis kann dieses nur mit Unverständnis und Kopfschütteln kommentiert werden.
Instrumentelle Funktionsdiagnostik oder wie immer schon gefordert, die Kombination aus klinischer und instrumenteller Funktionsdiagnostik, findet beinahe schon vorsätzlich keine Berücksichtigung mehr in entsprechenden Studien.
Das Ziel eines Curriculums bzw. einer curricularen Ausbildung muss sein, will diese Ausbildung den modernen Anforderungen der Medizin ( Qualitätssicherung, Evidenz) gerecht werden, dass der Absolvent mit dem Abschluss dieser Ausbildung nicht nur mit theoretischem Wissen vollgestopft ist, sondern in dieser Ausbildung den theoretischen und praktischen Anwendungsnutzen erfährt und erlernt, den er bei der Behandlung seiner Patienten mit allen veränderten Ansprüchen anwenden kann.
Zahnarzt und Zahntechniker müssen nicht nur mehr wissen, sondern müssen vor allen Dingen anschließend mehr können.
Unter Berücksichtigung von Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung ergibt sich ein Wandel gerade in der zahnärztlichen und zahntechnischen Weiterbildung für den Bereich Funktionsdiagnostik und Funktionstherapie.

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